Kommunale Info-Wand ist nicht zeitgemäß

FUHLSBÜTTEL Was läuft wo und wann im Stadtteil? An einer kommunalen Info-Wand auf Höhe der Hummelsbütteler Landstraße 13 werden kostenlose oder günstige Veranstaltungen, Beratungs- und Bildungsangebote bekannt gemacht. Doch das „Schwarze Brett“ ist in die Jahre gekommen.

Der Untergrund ist marode und auf der Wetterseite haften die angekleisterten Flyer und Plakate schlecht und hängen mitunter herunter. Zwei Frauen setzen sich nun für den Ersatz durch eine zeitgemäße Info-Tafel ein – allerdings gibt es Hürden.

„Laut Auskunft der Stadt sind die Eigentumsverhältnisse unklar. Die Info-Wand wurde in den 1980er Jahren aufgestellt und nun fühlt sich niemand zuständig“, bedauert Nicola Kleist vom Stadtteilkulturverein Backstube. „Gleiches gilt für die Betreuung und Bestückung. Viele Jahre kümmerte sich ehrenamtlich ein Lokalpolitiker darum, doch nach dessen Wegzug verwaiste und verkam die Stellfläche – ein Jammer, denn vor Ort informieren sich Fuhlsbüttlerinnen und Fuhlsbüttler aller Altersklassen und kommen auch miteinander ins Gespräch.“

Um den kommunalen Treffpunkt aufrecht zu erhalten, pflegt ihn die Vereinsvorsitzende seit längerem einmal pro Woche, sorgt für Aktualität und entfernt Zettel und Aufkleber, die keinen gemeinnützigen Inhalt haben. Doch das Ankleistern der Plakate ist nicht nur mühsam und zeitintensiv, sondern auch nicht mehr zeitgemäß.

Als Vertreterin des Arbeitskreises „Engagiert in Fuhlsbüttel-Ohlsdorf“ hat Claudia Falk deshalb im Regional-Ausschuss eine Eingabe zur Erneuerung der kommunalen Stellwand gemacht. Die Netzwerkkoordinatorin des Sozialpsychiatrischen Zentrums Fuhlsbüttel der Stiftung Freundeskreis hat bereits Angebote eingeholt. „Wir wünschen uns einen doppelseitigen, abschließbaren Magnet-Schaukasten hinter Glas, vielleicht mit Beleuchtung via Solarenergie, wie es ihn etwa vor St. Lukas und auch am Tibarg in Niendorf gibt. Material- und Aufstellungkosten lägen bei rund 7700 Euro“, so Claudia Falk.

Die Lokalpolitik zeigte sich interessiert, lediglich von Seiten des Bezirksamtes gab es einen Dämpfer. „Wir müssen einen bestehenden Verein finden oder einen neuen Verein gründen, der zunächst einen Antrag auf Sondernutzung einer öffentlichen Fläche für zehn Jahre stellt und im Anschluss einen Antrag auf Sondermittel, wobei bis zu zehn Prozent der Gesamtkosten aufgebracht werden müssen. Der Arbeitskreis kann das nicht leisten, weil er keine Einnahmen hat.“

Nun hofft sie auf Minimierung der Vorgaben und Unterstützung lokaler Institutionen, die ein eigenes Interesse an einer modernen Info-Wand haben, weil die Aushänge ihnen etwa Kursteilnehmer bringen.