FUHLSBÜTTEL Der vierspurige Brombeerweg ist eine Rennstrecke. Kaum ein Autofahrer hält sich an die vorgegebenen 50 Stundenkilometer. Anwohner wünschen sich eine zusätzliche Fußgängerampel auf Höhe des Fliederwegs.
Daniela Clément, Vorsitzende der Grünen-Fraktion Hamburg-Nord, hat entsprechende Zuschriften von Bürgern erhalten. „Wer vom Fliederweg ins gegenüberliegende Alstertal möchte, muss über den vielbefahrenen Brombeerweg. Doch die nächsten Querungsmöglichkeiten sind jeweils rund 400 Meter entfernt. Erst an der Heinrich-Traun-Straße gibt es eine Ampel oder man muss die Unterführung am Schanzenberg benutzen. Für Fußgänger bedeutet beides einen Umweg von etlichen Minuten, um den Brombeerweg sicher überqueren zu können. Doch diese Zeit haben die wenigsten. So nutzen nicht nur Hundebesitzer Lücken zwischen den Autos, um mit ihren Tieren über die Straße zu huschen“, so Daniela Clément.
Damit seien sie ein schlechtes Beispiel etwa für Schulkinder, auf dem Weg zum Albert-Schweitzer-Gymnasium ebenfalls die gefährliche „Abkürzung“ zu nehmen. Gleiches gelte für junge und ältere Mitglieder des Vereins Oberalster, dessen Sportstätten ebenfalls im Alstertal lägen.
„Eine sichere Querung ist am Fliederweg nicht möglich. Das ist kein akzeptabler Zustand für ein Quartier, das auf kurze Wege angewiesen ist. Deshalb brauchen wir hier eine Ampel, damit der Zugang ins Alstertal als Naherholungsraum und als täglicher Fußweg sicher, direkt und barrierearm wird“, bekräftigt die Politikerin.
Der Regionalausschuss Alstertal hat einem entsprechenden Antrag der Grünen bereits zugestimmt. Damit werden Polizei und Verkehrsbehörde aufgefordert zu prüfen, ob eine neue Ampel am Fliederweg realisiert werden kann. „Die in der Ausschusssitzung anwesenden Polizeibeamten haben versichert, das Anliegen wohlwollend zu prüfen“, berichtet Daniela Clément.
