Mehr Service für Passagiere

FUHLSBÜTTEL 90000 Euro lässt sich der Hamburger Flughafen die Modernisierung seiner umfangreichen Gepäckförderanlage kosten.

„Es ist eines der größten Projekte seit Jahren“, sagte Geschäftsführer Christian Kunsch beim symbolischen Spatenstich für den Bau einer neuen Sortierhalle zwischen Terminal Tango und Terminal 1. Auf dem Gelände war bis vor einigen Jahren noch die Bundespolizei zuhause.

„Die Gepäckanlage ist das Herzstück des Flughafens. Wenn sie nicht funktioniert, steht der Airport still“, so Kunsch. Damit das nicht passiert, erfolgen die Baumaßnahmen schrittweise bis zum Frühjahr 2029 im laufenden Betrieb – die Passagiere sollen davon im Idealfall nichts bemerken.

Die gesamte Anlage hat eine 3,5 Kilometer lange Förderstrecke und transportiert täglich bis zu 30000 Gepäckstücke vom Check-in bis zur Verladung in die Flugzeuge. Nach 20 Jahren wird sie nun durch moderne Systeme ersetzt, um die Streckenführung des Labyrinths unter den Terminals effizienter zu gestalten. Auch Schwachstellen, an denen bisher Koffer, Reisetaschen oder Rucksäcke verkanten, sollen optimiert werden.

In der Sortierhalle werden zudem neue Speicherplätze geschaffen, um mehr Gepäckstücke lagern zu können, die von den Passagieren schon am Vortag aufgegeben wurden – alles für mehr Komfort für die Reisenden.

Hamburg Airport ist mit 115 Jahren der älteste Flughafen der Welt, der sich noch an seinem Gründungsort befindet und internationale Flüge anbietet. In der maßstabsgetreuen Modellschau im Terminal 1 erhalten kleine und große Zuschauer in einer unterhaltsamen Show spannende Einblicke auf das Flughafengelände und in den Flugbetrieb – inklusive beweglicher Modellflugzeuge, Funksprüche und tausender Lichter. Auf dem Mini-Flughafen ist die neue Gepäcksortierhalle übrigens schon Realität. Das entsprechende Modell setzte Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard nach dem Spatenstich in der Schau-Anlage ein.