LANGENHORN Die Freiwillige Feuerwehr Langenhorn hat mit David Boltz und Marius Schuppenhauer eine neue Wehrführung.
Der 33-jährige David Boltz ist vom Dienstgrad Brandinspektor und war bereits fünfeinhalb Jahre Wehrführer-Vertreter. Er übernimmt die Leitung von Knut Bölke, der mit Erreichen des Höchstalters von 60 Jahren in die aktive Einsatzabteilung wechselt.
„Bereits von Geburt an bin ich mit der Feuerwehr verbunden und mit ihr großgeworden. Schon mein Vater Oliver war viele Jahre Wehrführer-Stellvertreter. Ich bin allerdings erst 2009 mit 17 Jahren eingetreten, da es bei uns damals noch keine Jugendabteilung gab“, sagt der Langenhorner, der beruflich als Servicetechniker für sicherheitstechnische Anlagen tätig ist.
Was ihn an der Freiwilligen Feuerwehr reizt und motiviert? „Neben meinem ‚Helfersyndrom‘ ist es vor allem das Adrenalin bei den Einsätzen und der Reiz des Ungewissen, was einen vor Ort erwartet.“ Ob Gartenfest, Geburtstagsfeier oder Heiligabend – wenn der Pieper wegen einer Alarmierung geht, lässt Daniel Boltz alles stehen und liegen – seine Familie und Freunde kennen es nicht anders. „Innerhalb von fünf Minuten müssen wir am Feuerwehrhaus in der Tangstedter Landstraße 139 sein, um ausrücken zu können“, erklärt Boltz.
Dessen bisherigen Stellvertreterposten hat nun Marius Schuppenhauer übernommen. Bisher war der 34-jährige Gerätewart. Auch der Hauptbrandmeister ist mit Blaulicht aufgewachsen – beide Elternteile sind Polizisten. Mit zwölf Jahren kam er zur Feuerwehr und nach dem Umzug nach Langenhorn 2012 in die Einsatzabteilung unweit des Langenhorner Marktes. „Anderen helfen zu können, zumal in wertvoller Teamarbeit, treibt mich an. Für mich ist die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren eine organisierte Form von aktiver Nachbarschaftshilfe, auf die sich jeder verlassen kann“, sagt Marius Schuppenhauer. Hauptberuflich arbeitet er als Schadenregulierer.
Als neues Führungsteam haben beide Männer die Verantwortung für Ausbildung und Einsätze von 25 Aktiven zwischen 18 und 40 Jahren, für 20 Nachwuchskräfte von zehn bis 17 Jahren in der Jugendabteilung sowie für 25 Mitglieder in der Ehrenabteilung. Das Einsatzgebiet erstreckt sich vom Südrand des Flughafens bis zum Eiscafé Jacobs in der Tangstedter Landstraße sowie vom Krohnstieg bis zur Flughafenstraße und umfasst gut 30000 Bewohnerinnen und Bewohner im Stadtteil.
Im Schnitt werden 200 Einsätze pro Jahr „gefahren“, wobei 95 Prozent Brandmeldeanlagen ausmachen, die vorwiegend durch Fehlalarme ausgelöst werden. Schwere Verkehrsunfälle seien selten, eher gäbe es Einsätze nach Unwettern.
Damit die Freiwilligen Feuerwehren weiterhin einsatzfähig bleiben können, braucht es Ehrenamtliche – auch auf der Langenhorner Wache. „Interessierte Bewerber sollten Motivation und technisches Interesse mitbringen und können gerne dienstags von 19 bis 21.30 Uhr an unserem Dienstabend zum Kennenlernen vorbeikommen“, sagt David Bolz einladend.
Am Samstag, 8. November, bringt die Freiwillige Feuerwehr Langenhorn den Stadtteil zum Leuchten. Ab 16 Uhr findet wieder das stimmungsvolle Lichterfest mit kulinarischen Leckereien und anschließenden um 18 Uhr ein Laternenumzug statt.
