Umweltsenatorin war aktiv im Raakmoor

LANGENHORN Die NABU-Gruppe Langenhorn/Fuhlsbüttel erhielt vergangenen Samstag tatkräftige Unterstützung von Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne).

Im Raakmoor wurde „entkusselt“ und dabei invasive Baumschösslinge etwa von der Traubenkirsche entfernt, denn jeder von ihnen entzieht dem Moor täglich bis zu 100 Liter wertvolles Wasser.

Mit Feuereifer waren auch die sechsjährigen Zwillinge der Zweiten Bürgermeister dabei. Ava Felizia und Carla Valentina hatten großen Spaß, mit Säge und Astschere im Unterholz „aufzuräumen“ – ebenso wie Jonte (9) und Lukas (6) aus Poppenbüttel. „Wir machen bereits zum dritten Mal als Freiwillige beim Moor-Aktionstag mit“, erzählte deren Mutter Maya Pfau. „Moore sind Klimaschützer und benötigen unsere Hilfe, um ihre wichtige Aufgabe erfüllen zu können. Unsere Kinder lernen auf diese Weise viel über Pflanzen, sind an der frischen Luft und abends sehr schön müde.“

Familie Pfau gehörte zu den insgesamt 30 Freiwilligen und Ehrenamtlichen, die sich für den Arbeitseinsatz gemeldet hatten. „Wir brauchen deren Engagement für den Naturschutz“, betonte Malte Siegert, Vorsitzender des NABU Hamburg – mit 18 Stadtteilgruppen und über 30000 Mitgliedern der größte Umweltverband der Stadt. 30 von 38 Naturschutzgebieten werden von den Aktiven betreut, darunter in Langenhorn das Raakmoor sowie das Rothsteinsmoor.

Auch Umweltsenatorin Fegebank zollte den freiwillig Helfenden großen Respekt und versprach dem NABU-Ortsgruppen-Team, bei der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) „sanften Druck“ hinsichtlich der Umsetzung eines hydrologischen Gutachtens von 2022 auszuüben. An der Hummelsbütteler Landstraße möchte der NABU nämlich einen Schilfgürtel anlegen, um Schadstoffeinträge der Ackerflächen zu filtern, bevor sie das Moor erreichen.