Fuhlsbüttel Seit Mitte Mai herrscht endlich wieder Leben auf dem betreuten Spielplatz im Erdkampsweg 107. Nach dem Wegzug von Helga Schröder, die 21 Jahre ehrenamtlich für die „Aktion Kinderparadies e.V.“ Kinder zwischen einem und sechs Jahren betreut hatte, war die Stelle seit Januar verwaist. „Wir haben händeringend über Aushänge und Anzeigen nach einer Nachfolgerin gesucht und freuen uns sehr, dass Hadjira Ouabed nun die verantwortungsvolle Aufgabe übernommen hat“, sagt Projektleiterin Julia von Bargen.
Hadjira Ouabed ist Profi in Sachen Kinderbetreuung – als vierfache Mutter eigentlich selbstverständlich, zudem engagiert sie sich sehr an der Grundschule Ratsmühlendamm. Den betreuten Spielplatz kennt sie selber aus guter Erfahrung. „Meine Tochter Selma war ein Jahr bei Helga und hatte eine sehr glückliche Zeit“, erzählt die 34-Jährige, die aus Algerien stammt und seit elf Jahren in Langenhorn zuhause ist.
Dienstags, donnerstags und freitags jeweils von 9 bis 12 Uhr hat das Spielplatzprojekt geöffnet. Wann, wie oft und wie lange die Kleinen kommen, entscheiden die Eltern individuell und ohne Anmeldung. Pro Stunde zahlen sie 1,50 Euro – eine preiswerte Alternative zu Kita-Platz oder Tagesbetreuung, vor allem für Eltern, die ihren Nachwuchs nur zeitweise in versierte Obhut geben wollen, etwa um einen Arzttermin wahrnehmen oder in Ruhe zum Sport gehen zu können. Auf dem umzäunten, weitläufigen Gelände wird bei jedem Wetter gespielt. Für Dauerregen und Kälte gibt es ein beheizbares Holzhaus.
Die Wiederbelebung des Kinderparadieses muss sich erst noch herumsprechen. „Doch schon in den ersten beiden Wochen kamen ein paar Kinder“, freut sich Hadjira Ouabed. Und noch jemand ist begeistert, dass endlich wieder gespielt und getobt wird: ihre zweijährige Tochter Meriem, die auf viele neue Spielkameraden hofft.
