Langenhorn Während andere Autoren manchmal Jahre für ein einziges Buch brauchen, sprudelt die literarische Kreativität nur so aus Ulrike Busch heraus. Die Langenhornerin hat im vergangenen Jahr sechs Krimis veröffentlicht und legt in diesem Frühjahr gleich mit zwei Titeln nach. In „Mord auf der Hallig“ geht die nordfriesische Kripo Wattenmeer einem Fall auf Langeneß auf die Spur und in „Mordsfinale“ ermittelt die Kripo Greetsiel in einer ostfriesischen Seniorenresidenz.
„Der Norden mit seiner grenzenlos scheinenden Landschaft, weiten Stränden, urigen Fischerdörfern und geheimnisvollen Typen fasziniert mich seit langem“, sagt die 60-Jährige. 1986 zog es die gebürtige Essenerin nach Hamburg. Seit 1991 lebt sie in Langenhorn und geht seit 2012 ihrer Krimi-Leidenschaft nach – erst parallel zu ihrem Beruf als technische Redakteurin und Texterin, seit einem Jahr sogar hauptberuflich. Ihre Werke sind als eBook und Taschenbuch in Online-Shops und im stationären Buchhandel erhältlich.
Mehrmals im Jahr reist Ulrike Busch an die realen Orte des imaginären Geschehens – „zur Recherche und um die Atmosphäre zu spüren. Die Leser sollen ihren Urlaubsort wiederfinden und mitermitteln können.“ Beobachtungen in Restaurants oder am Strand geben der Autorin lediglich Anstöße für ihre Figuren, „einige sind jedoch im wirklichen Leben so schräg, dass ich ihre Charakterzüge glätten muss“, sagt sie schmunzelnd.
13 Romane hat die studierte Sprachwissenschaftlerin bisher veröffentlicht und verkaufte in den vergangenen zwei Jahren über 100000 Exemplare. Ihre Fangemeinde, die sie per Facebook auf dem Laufenden hält, besteht vorwiegend aus Frauen ab 40 Jahren. „In meinen Krimis geht es meist unblutig zu. Die Tat an sich ist nebensächlich, vielmehr der Weg, wie es dazu kam, ist spannend und die skurrilen Charaktere.“
Die nächsten Bücher sind bereits in Planung. „Sie werden in Husum und auf Sylt spielen“ – mehr will Ulrike Busch nicht verraten.
