Fuhlsbüttel Zufriedene Gesichter bei der Geschäftsführung von Hamburg Airport: Im Dezember wurde die Rekordzahl von 17 Millionen Fluggästen geknackt (2016: 16,22 Mio.) und der Umsatz stieg um über acht Prozent auf 264,5 Millionen Euro. Damit liegen wir über Plan“, so Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung, auch die Baumaßnahmen in und an den Terminals seien fast vollständig abgeschlossen. Bis 2021 entstehen an der Pier-Süd-Rückseite sechs neue Fluggastbrücken sowie ein großer Shopping- und Erlebnisbereich.
Im Deutschlandvergleich ist Hamburg die Nummer fünf hinter Frankfurt, München, Düsseldorf und Berlin. Im vergangenen Jahr wurden 159780 Starts und Landungen gezählt, 0,5 Prozent weniger als 2016 – und der Trend soll auch 2018 anhalten. „Die Fluggesellschaften setzen verstärkt größere, gut ausgelastete Maschinen ein“, so begründet Eggenschwiler.
Beim Thema Fluglärmbelastung plädiert er weiterhin für das bestehende Nachtflugverbot zwischen 23 und sechs Uhr mit einer Verspätungsregelung bis Mitternacht. Diese Pufferzeit möchte die Fluglärmschutzkommission (FLSK) allerdings auf 23.30 Uhr eingrenzen. Der Airport-Chef jedoch setzt auf Kooperation der Airlines. So hätten Lufthansa und easyJet bereits von sich aus Flugzeiten vorgezogen und Wizz Air Abendflüge auf mittags verlegt, um vorsorglich mögliche Verspätungen in den späten Abendstunden vermeiden zu können.
Im Sommerflugplan finden sich etwa 130 Ziele, die von 62 Fluggesellschaften direkt ab Hamburg angeflogen werden, darunter acht neue Destinationen wie Zakynthos, Triest, Samos und Bergen. Über 1000 Ziele weltweit sind mit nur einmaligem Umsteigen ab Hamburg zu erreichen. Und: Möglicherweise gibt es ab dem kommenden Jahr Langstreckenflüge nach China und in die USA. „Gespräche dazu laufen“, so Michael Eggenschwiler.
