Vom 11. Juni bis 1. Juli sind alle Norderstedter und Pendler aufgerufen, möglichst viele Wege zur Schule, zur Arbeit, zum Einkauf und in der Freizeit mit dem Fahrrad zurückzulegen. Zum zweiten Mal geht es bei der bundesweiten Klima-Bündnis-Aktion „Stadtradeln“ darum, drei Wochen kräftig in die Pedalen zu treten und als Team CO²-frei viele Kilometer zu sammeln. Teilnehmer registrieren sich unter www.stadtradeln.de/norderstedt. Schulklassen, Firmen oder andere Gruppen bilden Teams; Einzelfahrer können offenen Teams beitreten. Gefahrene Tageskilometer werden online oder per Stadtradeln-App übermittelt. Stadt und Kreis prämieren die radelfreundlichsten Teilnehmer, auf Schulen warten Sonderpreise und das veranstaltende Klima-Bündnis zeichnet die fahrradaktivsten Kommunen aus. Und zu denen möchte Norderstedt zählen. „Die Stadt ist auf dem richtigen Weg, hat aber noch Potential nach oben“, bilanziert Joachim Brunkhorst vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC-Schleswig Holstein) die aktuellen Ergebnisse des bundesweiten Fahrradklima-Tests, der im vergangenen Jahr durchgeführt wurde. 2014 landete die Stadt noch im Mittelfeld, nun belegt sie landesweit Platz eins und bundesweit Platz vier im Städte-Vergleich mit 50000 bis 100000 Einwohnern. Gesamt vergaben 168 Test-Teilnehmer die Schulnote 3,2 und bewerteten etwa Oberflächen und Reinigung der Radwege, Abstellanlagen, Ampelschaltungen und Konfliktsituationen mit anderen Verkehrsteilnehmern. Gelobt wurden vor allem das Leih-Fahrradsystem „Nextbike“, die Erreichbarkeit des Stadtzentrums und die Wegweisung für Radler. Negativ fielen fehlende Kontrollen von Falschparkern auf Radwegen auf, mangelnde Führung an Baustellen und häufiges Unsicherheitsgefühl beim Fahren im Mischverkehr mit Autos wie auf der neugestalteten Ulzburger Straße. „In diesem Punkt besteht Nachholbedarf für alle Seiten“, sagt Joachim Brunkhorst und möchte künftig mit ADFC-Werbespots gegenseitige Rücksichtnahme propagieren.
